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Kategorie: eine-Seite

Ich habe ein halbes Jahr lang jeden Tag etwas in mein Notizbuch geschrieben. Das ist es. Mehr nicht.

11. Dezember 2018

Heute ist der letzte Tag einer langen Reihe und ich möchte das ganze gern möglichst unspektakulär, aber ehrlich beenden. Im letzten halben Jahr habe ich über viele Dinge geschrieben, die mir passiert sind, im Kopf rumgingen oder beides. Über Familie und Menschen, die mir nahestehen, fast gar nicht – mit…

10. Dezember 2018

Kurz vor Schluss muss ich mich fragen, ob ich dazu neige, Dinge lieber zügig zu Ende zu bringen. Noch lieber vorzeitig. Eigentlich glaube ich das nicht, aber jetzt gerade, kurz vor Schluss, bin ich mir unsicher. So sehr, ich frage mich, ob ich mich das öfter frage, mir öfter so…

9. Dezember 2018

Wenigstens für mich soll mein Leben einen Unterschied machen. Wenn ich schon so wenig ausrichten kann – manchmal habe ich dieses Gefühl eben, trotz allem – dann möchte ich wenigstens theoretisch ein Vorbild sein können. Und sei es nur, dass meine eigenen Gedanken das Vorbild für mich selbst sind. Eine…

8. Dezember 2018

Ich höre den Regen gegen die Wände schlagen. Den Wind und die Tropfen, die nasse Kälte im Gesicht, an deren Abwesenheit ich mich so gewöhnt hatte. Sie kommen wieder, Tag für Tag. Man kann sich gut an Dinge gewöhnen, die man schonmal gewohnt war, auch wenn die Umstände sich verändert…

7. Dezember 2018

Wenn etwas bald zu Ende geht, ist es dann sinnvoll, sich frühzeitig um einen Ausgleich zu kümmern? Sollte das etwas ähnliches sein oder etwas vollkommen gegensätzliches? Ich neige dazu, Dinge und Menschen zu vermissen, die noch gar nicht weg sind. Oder auch dazu, mir es noch einmal anders zu überlegen.…

6. Dezember 2018

Es sich schön machen. Beim ersten Kind habe ich das noch Nestbau genannt, doch das ist es gar nicht. Es hängt nicht an der Familie oder dem Ort. Es hat ganz im Gegenteil etwas damit zu tun, ob man ankommt. In sich selbst. Zulässt, dass manche Dinge bleiben.

5. Dezember 2018

In den Teenagerjahren habe ich mehr geschrieben, je schlechter es mir ging. Und je besser es wurde, desto weniger Text kam zu Stande. Irgendwann fast gar keiner mehr, nicht wirklich, nur halb wirklich, aber doch – Text gab es immer, oder? Es gibt keine Monate ohne Blog, ohne Twitter, ohne…

4. Dezember 2018

Familienausflug in die Bibliothek. Wir tun das schon seit fünf Jahren regelmäßig und über Bibliotheken könnte ich sehr lange schreiben, obwohl ich noch gar nicht so viele kenne. Eins sage ich also vor allem aus einem Gefühl heraus. Die Stadtteilbibliothek Gallus ist unschlagbar. Dieser öffentliche Ort der Begegnung, vor allem…

3. Dezember 2018

Ist der Montag vielleicht nur deswegen der allgemein anerkannte Ätztag, weil wir unsere Sonntage mit ihm verbringen? Ich kann mich daran erinnern, wie in Schulzeiten der Dienstag viel furchtbarer war, weil man am Montag plötzlich den Überblick über die Arbeit wieder zusammengefischt hatte. Ich möchte auch heute meine Sonntage nicht…

2. Dezember 2018

Ich möchte Freundschaft nach dem definieren, was mir mein bester Freund gesagt hat. “Dann ist das halt so.” Freundschaft stellt nicht in Frage, zumindest nicht die Menschen, nicht ihr Selbst und die tiefsten Bedürfnisse. Nach Leben, nach Liebe, Zeit und Anerkennung. Und wenn einem solchen Bedürfnis alles andere untergeordnet werden…